Aus dem Bundesverband

Wir wollen den Equal Pay Day endlich an Silvester feiern!

Anlässlich des Equal Pay Day’s am Freitag, den 20. März, erklärt die Juso-Bundesvorsitzende Johanna Uekermann:

„Es ist wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“: Jedes Jahr machen wir erneut darauf aufmerksam, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Auch in diesem Jahr müssen Frauen wieder fast drei Monate länger arbeiten, um das durchschnittliche Lohnniveau der männlichen Kollegen zu erreichen.

Es ist ein Armutszeugnis, dass die Bezahlung von einzelnen Berufen und auch ganzen Branchen davon abhängig ist, ob mehr Männer oder mehr Frauen dieser Arbeit nachgehen. Wie wichtig die Arbeit für die Gesellschaft ist spielt keine Rolle, es geht allein ums Geschlecht.

Es muss sich endlich etwas ändern. Die Erfahrung zeigt, das geht nur durch Gesetze. Deswegen begrüßen wir als Jusos, dass Manuela Schwesig noch dieses Jahr den Entwurf für das im Koalitionsvertrag vereinbarte Entgeltgleichheitsgesetz vorlegen will. Unternehmen sollen endlich verpflichtet werden, ihre Gehaltsstrukturen offenzulegen. Mitarbeiterinnen mit ähnlichen Tätigkeitsbereichen sollen erfahren können, ob die eigene Einstufung in einer vergleichbaren Gruppe erfolgt ist.

Klar ist aber auch, Transparenz allein ist kein Allheilmittel.

Wir müssen Berufe, gerade soziale Berufe, besser wertschätzen – auch finanziell. Wir brauchen Arbeitsplätze, von deren Gehalt man leben kann und keine Minijobs. Und wir müssen uns endlich von dem Zuverdienerinnen-Modell verabschieden. Das Ehegattensplitting gehört abgeschafft.“