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Der Rainer Wendt und die AKW-Explosion per EMail

Hachja unser aller Liebling Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DpolG) ist ja ein echter Internet-Terrorspezialist, der die Bürgerinnen und Bürger ja nur vor Terroranschlägen schützen will und bei der Formulierung von Terrorszenarien ist er sehr kreativ, wie zuletzt beim „Europäischen Polizeikongress“.

Dort forderte er mindestens 2000 Cybercops, denn der nächste „11 September“ wird ein Cyper-Terroranschlag per Email sein und in der „Neue Osnabrücker Zeitung“ nannte auch gleich ein Ziel für so einen Anschlag – Ein AKW. Und nicht nur AKW´s seien in Gefahr sondern auch Kläranlagen, die gestoppt werden und damit das Wasser für die Bevölkerung vergiftet wird. Hui der Rainer Wendt ist unter die Verschwörungstheoretiker gegangen und greift dabei sogar zu einen so einen absurden „11.09.-Vergleich“.

Sicherlich ist Cyberkriminalität nicht zu unterschätzen und man muss als normaler User und als Unternehmen alles mögliche unternehmen, um sich davor zu schützen – Aber man sollte da sachlich an die Problematik herangehen und sich nicht irgendwelche Verschwörungstheorien zusammenspinnen.

Und Herr Wendt sollte sich mal mit der Steuerung von AKW auseinandersetzen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Steuerungsrechner mit dem Internet verbunden sind, also wäre dadurch ein Eindringen eines Schadcodes sehr unwahrscheinlich. Eine mögliche Gefahrenquelle wäre ein Wartungsmitarbeiter, der per USB-Stick einen Schadcode ins System einbringen könnte – Wie es beim iranischen Atomprogramm und „Stuxnet“ vermutet wird. Das wäre ein Angriff von innen, den man mit Cybercops auch nicht verhindern kann.

Ein Blogartikel von Jens Vogel, innenpolitischer Sprecher der Mühlenkreis-Jusos