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Aktionsvorbereitung

Donnerstag, 17.September 2009 von Redaktion

Aus dem UB-Büro, Aus dem UB-Büro, Jusos in Aktion

In Lübbecker SPD-Büro war Basteln angesagt. Denn die Jusos bereiteten die Anti-Atomaktionen für die kommende Woche in Lübbecke und Minden vor, um auf die Gefahren von Atomenergien und dem gefährlichen Spiel von Union und FDP aufmerksam zu machen.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Bundeswissenschaftsministerin Schawan von der CDU ein Gutachten zum Thema “Atomenergie” im Giftschrank versteckt hält und erst nach der Wahl vorgestellt werden sollte. Im Gutachten wird davon gesprochen neue Atomkraftwerke zu bauen und damit weiter auf eine gefährliche Technologie zu setzen.

Die Jusos und die SPD lehnen einen Wiedereinstieg in die Atomtechnologie ab und halten am Ausstieg fest. Die Technologie ist unsicher, dies zeigen die zahlreichen Störfälle in deutschen Meilern. Gerade der GAU von Tschernobyl aus dem Jahr 1986 zeigt, dass diese Technologie nicht beherrschbar ist. Auch in deutschen Hochleistungsreaktoren stand man schon vor einer Kernschmelze und damit vor einen Megafallout mit umfangreicher Verseuchung – Damals machte man den richtigen Schritt und legte die Hochleistungsreaktoren in NRW still.

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9 Kommentare

  1. Henning Vieker sagt:

    Einfach mal den Titel der Studie bei Google eingeben:
    http://www.acatech.de/de/projekte/laufende-projekte/konzept-fuer-ein-integriertes-energieforschungsprogramm-im-auftrag-des-bundesministeriums-fuer-bildung-und-forschung.html

    ja, kommt mir auch ziemlich geheim vor was da drin steht…

    Außerdem will die CDU nur die vorhandenen Reaktoren etwas länger betreiben. Aber das wisst ihr ja auch…

  2. Tim sagt:

    Hi!

    “Auch in deutschen Hochleistungsreaktoren stand man schon vor einer Kernschmelze und damit vor einen Megafallout mit umfangreicher Verseuchung”

    Habt ihr da Informationen für mich? Das Thema interessiert mich und ich habe mal versucht rauszufinden, wo wir Störfälle hatten(gerade in NRW) und wo es fast zu einer Kernschmelze gekommen wäre. Ich habe nur was über Testreaktoren und Prototypen, die sich noch in der Entwicklung befanden, in Hamm und Jüllich gefunden. Aber da stand man nicht kurz vor einer Kernschmelze. Habt ihr da Informationen für mich? Wäre echt klasse.

    Schöne Grüße,
    Tim

  3. Redaktion sagt:

    Sicherheitsbewertung des AVR in Jülich: http://hdl.handle.net/2128/3136 – Dort soll man vor einer Kernschmelze gestanden haben

  4. Redaktion sagt:

    @Henning Das Gutachten ist von vor ca. 2 Monaten.. PK dazu ist komischerweise einen Tag nach der BTW… Merkwürdige Zufälle…

  5. Tim sagt:

    @Redaktion: Achso, die Studie vom Herrn Moormann. Der Einzige, der nachdem das AKW bereits seit längerem abegschaltet war, Beweise gefunden haben will, dass man kurz vor einer Kernschmelze stand… . Naja, über die Glaubwürdigkeit lässt sich tatsächlich streiten. ;)

    Und was ist mit den anderen Fällen, über die du schreibst, bei denen man kurz vor einer Kernschmelze stand? Um welche AKW´s handelt es sich dabei? Und jetzt bitte nicht wieder irgendwelche Studien zitieren, von einem Mann, der sagt, dass man über JAHRE kurz vor einem Supergau stand… ohne, dass es wer anders gemerkt hat… .

  6. Henning Vieker sagt:

    “Auch in deutschen Hochleistungsreaktoren stand man schon vor einer Kernschmelze und damit vor einen Megafallout mit umfangreicher Verseuchung” – witzige Behauptung. OK – aus Sicht von Kernkraftgegnern stehen wir immer “kurz vor einem Super-GAU” … Außerdem ist der Schluss “Kernschmelze führt automatisch zu umfangreicher Verseuchung” objektiv falsch. (Deutsche) Kernreaktoren müssen so ausgelegt sein, dass sie ein schmelzen des Reaktorkerns beherrschen können.

    Anderherum gesagt – es gibt eine Internationale Bewertungsskala für Probleme in Kernreaktoren, die INES – Skala von 0 bis 7. In der BRD gab es (soweit ich das grad gefunden hab…) Maximal Stufe 2 (=Störfall), und das ist auch schon über 10 Jahre her.
    Man könnte auch sagen: Im Zusammenhang mit deutschen KKW ist der einzige Störfall in diesem Jahrtausen der Umweltminister Gabriel. Der weiß nicht mal, was ein Störfall ist…

  7. Redaktion sagt:

    @Henning Es gibt immer einen entscheidenen Faktor und das ist der Mensch und die Technik. Von einer sicheren Technik zu sprechen, wenn es über 400 Störfälle wie in Brunsbüttel gab, ist ja wohl ein Witz!

    Was man von der Informationspolitik von Vattenfall halten soll, ist ja mittlerweile bekannt. Nach den Aktionen darf bezweifelt werden, dass Vattenfall immer die entsprechenden Meldungen über Störfälle an die zuständigen Behörden gemacht hat… Außer die Polizei war gerade in der Nähe *ironie*

    Der bisher gefährlichste Störfall war 1987 (Ein Jahr nach Tschernobyl) in Biblis A. wo die Gefahr einer Kernschmelze bestand, aber noch rechtzeitig durch eine Schnellabschaltung verhindert wurde.

    Ahja eine Kernschmelze ist in Deutschland beherrschbar, weil die Reaktoren dafür ausgelegt sind.. Okay was soll eine Kernschmelze verhindern? Das Kühlsystem. Aber mal ganz ehrlich sind diese Systeme dafür auslegt? Wenn der Reaktorbrennstoff schmilzt und dabei entsteht hohe Hitze, die vom Kühlwasser nicht ausreichend heruntergekühlt werden kann.

    Bei wassergekühlten Reaktoren kann bei diesem Vorgang Wasserstoff entstehen mit Sauerstoff haben wir ne lustige Mischung an Knallgas und dann macht es unter Umständen “Bum”. Naja die Damen und Herren haben in Brunsbüttel ja ihre Erfahrungen mit lustigen Gasen gemacht, als im Sicherheitsbereich ein Rohr explodiert ist… Und was haben die Leute gemacht? Die Aufsichtsbehörden mit einer “spontanen Dichtungsleckage” beruhigt und lässt den Reaktor noch 2 Monate laufen…

    Klasse Umgsng mit einer gefährlichen Technologie! Spitzen-Unternehmen die auf Kosten der Sicherheits Millionen schäffeln… Klasse! Danke liebe Atomlobby!

  8. Henning Vieker sagt:

    @”Redaktion”: ich hab eben schon versucht zu erklären, was ein Störfall ist… – Wer lesen kann ist klar im Vorteil, nech?

    Um in deiner Argumentation zu bleiben:
    “Von einer sicheren Technik zu sprechen, wenn es ein oder zwei Störfälle in 32 Betriebsjahren wie in Brunsbüttel gab, ist ja wohl kein Witz.”

    Definition Störfall (Wikipedia)
    “Erhebliche Kontamination und/oder unzulässig hohe Strahlenexposition beim Personal oder Begrenzter Ausfall der gestaffelten Sicherheitsvorkehrungen”

  9. Tim sagt:

    @Redaktion: Störfall bedeutet nun wirklich nicht gleich GAU. Hast du Informationen darüber, in welcher Kategorie sich die Störfälle von Brunsbüttel befanden? Meines Wissens nach Kategorie 0 und 1. Es ist also reiner Populismus immer wieder mit solchen Zahlen um sich zuwerfen, ohne aufzuklären um was für Störfälle es sich handelt.

    Was Biblis A angeht: An diesem Störfall kann man sehr gut sehen, mit welchen Mitteln Atomgegner versuchen gegen die Wissenschaft Stimmung zu machen. Es handelte sich um eine “Störung”. Kategorie 1. Die zweit niedrigste Stufe.

    Ich kenne mich nicht so gut mit den einzelnen technischen Bedingungen aus, aber wie kommt es, dass einer Studie von acatech, kein Glauben geschenkt wird? Wie kommt es, dass renommierten Wissenschaftlern einfach kein Ohr geschenkt wird? Es geht dabei ja nicht nur um Energiegewinnung, sondern auch um Forschung. Wie soll eine Technologie sicherer und zuverlässiger gemacht werden, wenn sie verboten wird? Es ist doch Naiv zu glauben, dass wir alleine mit regenerativen Energien in so kurzer Zeit unseren Strombedarf decken könnten. Was wäre die Folge? Atomstrom aus Tschechien? Glückwunsch… .

    Ich bin generell geschockt, welchen Weg gerade die SPD in wissenschaftlichen Fragen einschlägt. Atomenergie, Gentechnologie, Stammzellenforschung. Wir stehen gerade erst am Anfang einer sinnvollen Nutzung der erneuerbaren Energien. Atomausstieg: Ja! Aber bitte nicht zur jetzigen Zeit, wo wir es uns einfach noch nicht leisten können. Die SPD sollte sich mal überlegen ob die Panikmache bzgl. der Technologien wirklich notwendig ist und ob wir es nötig haben, die Linkspartei abzulösen, wenn es darum geht polemische Diskussionen zu führen.

    Durch die Stigmatisierung der Atomenergie innerhalb der Bevölkerung ist es nicht verwunderlich, dass Energieunternehmen sich sorgen und Probleme damit haben, über Störfälle zu informieren, deren Ursachen noch unklar sind und deren Auswirkungen noch nicht beseitigt sind. Das ist natürlich der falsche Weg, aber wie wäre es mal damit:

    Anstatt die Wissenschaft mit ihren neuen Erkenntnissen und Forschungen zu stigmatisieren sollte eine ernsthafte Diskussion geführt werden über die Risiken und Möglichkeiten, die neue Technologien mit sich bringen. Warum führen wir solche Diskussionen nicht? Warum fällt auf, dass gerade Politiker, welche keine Ahnung von der Thematik haben, über diese Themen reden und entscheiden?

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